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Jahresbericht 2023 | ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften

Open Mind. Open Spirit. Open Science.

Seit 50 Jahren öffnet ZB MED seine Türen für Besucher:innen und Mitarbeitende, Kooperationspartner:innen und Stakeholder. 2023 feierte ZB MED mit vielen Gästen und offenen Türen das Jubiläum. Damit nicht genug gefeiert: Auch zum 2. Deutschen Open Science Festival und zum 20. Geburtstag von GMS lud ZB MED nach Köln ein. Und was gab es sonst noch? Lesen Sie selbst!

Jahresbericht


2023

Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt

Die drei Personen gehen in einem lichtdurchfluteten, gut besuchten Foyer auf den Fotografen zu.
Die Direktion von ZB MED: Prof. Dr. Juliane Fluck (Stellv. wiss. Direktorin, komm.), Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann (Wissenschaftlicher Direktor), Dr. Eva Hackenberg (Kommissarische Leitung Haushalt)

Editorial

Die Grenzen des Möglichen verschieben – ZB MED!

Liebe Leser:innen,

in den letzten Jahren konnten wir alle erleben, wie sich unser Leben Jahr für Jahr verändert hat durch neue Herausforderungen, die wir uns vorher meist nicht einmal vorstellen konnten. Dabei wurde es zu unser aller Aufgabe, unser Leben und unsere Umwelt gesund und nachhaltig zu gestalten.

Gehen ist des Menschen beste Medizin.
– Hippokrates –

Frühe Mobilisierung gehört nach den meisten Operationen, nach Geburten oder auch bei psychischen Erkrankungen zur Standardbehandlung. Bewegung – Veränderung – Weiterentwicklung als natürlicher Umgang mit Herausforderungen. Den Weg suchen, die Richtung halten und dabei die Ergebnisse und Erfolge einsammeln. Und das sowohl für geplante als auch für ungeplante, für interne wie externe Herausforderungen.

Erst das Unvorhersehbare macht den Plan zur Herausforderung.
– Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger –

Bewegung ist ein zentraler Gedanke – nicht nur in der Lehre von Hippokrates, sondern auch im vergangenen Jahr bei ZB MED: Unsere Bestände, die bisher im Nachbargebäude an unserem Hauptstandort in Köln archiviert wurden, sind an einen neuen Standort in Königswinter umgezogen. Hochdotierte Verträge mussten geschlossen, Absprachen mit Firmen getroffen und Ausfallszenarien überlegt werden. Trotz aller Widrigkeiten – die Pläne wurden mehrfach zu Herausforderungen – konnte alles fristgerecht und planmäßig umgesetzt werden. Ein Dank geht an die Kolleg:innen, die mit angepackt haben und wenn es sein musste im richtigen Moment wussten die Zähne zusammenzubeißen.

Wie andere (Hochschul-)Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen meisterten wir den Umstieg auf das Cloud-basierte Bibliothekssystem ALMA – bei vollem regulären, bibliothekarischen Betrieb. Neben der Abstimmung von internen Voraussetzungen mit externen Plänen kamen vielfältige zusätzliche Aufgaben hinzu: Anpassung von Datenbankinhalten und Schnittstellen, Koordinierung von Teams und Trainings unter Einhaltung von vorgegebenen Fristen. Der Umstieg war erfolgreich, der reguläre Betrieb konnte mit einem neuen Bibliothekssystem aufgenommen, interne und externe Probleme gelöst werden. Ein Lob geht auch hier an alle Mitwirkenden.

Herausforderungen sind der Nährstoff für ein funktionierendes Team, die Auseinandersetzung mit den anderen Teammitgliedern Voraussetzung für ein Miteinander. Bei ZB MED haben wir dies bei der Planung und Ausrichtung des Open Science Festivals bewiesen. Das Team bestand dabei sowohl aus internen Mitarbeitenden als auch aus externen Mitorganisator:innen. Bei ZB MED war das Marketing federführend, viele andere Bereiche aber ebenfalls eingebunden. Extern konnten wir auf unsere lokalen Kooperationspartner:innen aus der Universität zu Köln bauen: der Universitäts- und Stadtbibliothek, dem CECAD sowie dem Institut für Biomedizinische Informatik. Auch hier hohe Anerkennung, im laufenden Betrieb ein exzellentes Event durchzuführen.

Erkläre die Vergangenheit, erkenne die Gegenwart, sage die Zukunft voraus.
– Hippokrates –

In Erinnerung an unsere Vergangenheit und an die vielen Mitarbeitenden, die ZB MED in die heutige Gegenwart geführt haben, feierten wir am Abend vor dem Open Science Festival den 50. Geburtstag von ZB MED. Wir tauschten alte und neue Geschichten aus, brachten Freundschaften wieder auf den neuesten Stand und pflegten das Miteinander. Über eins bestand schnell Einigkeit: dass wir mindestens weitere 50 Jahre ZB MED gehen werden.

Ebenfalls Jubiläum feierte unser Open-Access-Portal German Medical Science. Daneben werden Sie in diesem Jahresbericht viele weitere Erfolge und Highlights aus dem Jahr 2023 finden, wie die Beteiligung an weiteren NFDI-Vorhaben und zahlreiche neu begonnene Projekte. Die vielen Aktivitäten zeigen, dass ZB MED sich immer weiter entwickelt und auf einem guten Weg ist in eine neue Zukunft.

An dieser Stelle geht ein Dank an unsere ehemalige Kaufmännische Geschäftsführerin Gabriele Herrmann-Krotz für ihre Bemühungen um die wirtschaftliche Ausrichtung von ZB MED seit 2018. Sie stellt sich jetzt neuen Herausforderungen. Dem Team der Verwaltung zollen wir in diesem Zusammenhang besonderen Dank, da die vielen Veränderungen zu außergewöhnlichen Belastungen geführt haben.

Die Erhaltung der Gesundheit beruht auf der Gleichstellung der Kräfte. Gesundheit dagegen beruht auf der ausgewogenen Mischung der Qualitäten.
– Hippokrates –

Und genau diese Mischung zu finden, ist unsere Richtschnur, um unsere Angebote und Inhalte auf eine sich weiterentwickelnde Kundschaft auszurichten. Wir sind Akteure in einer Landschaft, die durch Open Access und Open Science bestimmt wird, die mit Lizenzbedingungen ebenso wie mit Printarchivierung umgehen muss und daraus versucht, das ideale Angebot für Kund:innen zu entwickeln. Ganz aktuell sind das die Fernzugriffsangebote von ZB MED. Diese Entwicklung in geordneten Bahnen zu begleiten, die passenden Entscheidungen zu treffen und die richtigen Mittel einzusetzen, stellt eine Herausforderung dar, die wir nur mit vielen institutionellen Partnern verwirklichen können.

Mit einem guten Team haben wir 2023 die Grenzen des Möglichen verschoben. Wir werden es auch in Zukunft tun!

 

Januar

1. Januar | PIXLS

2. Januar | Snackable Content by ZB MED

15. Januar - 13. Februar | Kombi Meldung Januar-Februar 2023

Februar

13. - 17. Februar | Love Data Week

17. Februar | Dissertation erfolgreich verteidigt

24. Februar | Elekronische Laborbücher im Fokus

März

1. März | Projekte März

Interview | 11 Fragen an Petra Labriga

Wissensmanagement | Effizientere Gesundheitsforschung mit dem Health Study Hub

April

1. April | FAIRagro

6. April | Handys for Hummel, Biene & Co

Mai

2. Mai – 13. Juni | Data Stewardship

11. Mai | Workshop Retrodigitalisierung

Data Science and Services | Die Welt der Daten entdecken

Juni

1. Juni | Digitale Sammlung

Juli

3. Juli | Vom Sputnikschock zur Sambafeier: 50 Jahre ZB MED

4. Juli | Das 2. Deutsche Open Science Festival

14. Juli | MAK- und BAT-Werte-Liste 2023

August

1. August | STELLA II

Interview | 11 Fragen an Beniamino Budzin

Informationsversorgung - Dienste | Alma – die unsichtbare Kraft der Bibliotheken

September

06. - 21. September | Kombi-Meldung September

Informationsversorgung - Entwicklung | Praxiserfahrung sammeln bei ZB MED

Oktober

1. Oktober | Digital Bioethics

6. Oktober | Zwischen Baustaub und Bücherregalen: Eine Bibliothek zieht um

November

15. November 2023 | DIM.RUHR

Dezember

6. Dezember | Digitales Erbe

12. Dezember | MAK Collection von 1972 bis 2019 als Zweitveröffentlichung bei PUBLISSO

12. Dezember | Gold OA-Publikationskonsortium

12. Dezember | Digitale Bibliothek für die Lebenswissenschaften

Open Science | Seit 20 Jahren auf dem Goldenen Weg: German Medical Science

Highlights 2023

ZB MED feierte am 3. Juli den 50. Geburtstag. Fazit: Wissenschaft und Feiern passt genauso gut zusammen wie ZB MED und Open Science!
ZB MED zelebrierte den 50. Geburtstag und den System Change in Richtung Open Science: Das 2. Deutsche Open Science Festival - ausgerichtet zusammen mit den Partnern aus der Universität Köln und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.
Im Oktober 2023 zogen 18 Regalkilometer voll mit Zeitschriftenbänden von der ZB MED-Bibliothek in Köln nach Königswinter um. Dort ist ein neuer Magazinstandort entstanden.
Das Open-Access-Portal, das ZB MED gemeinsam mit der AWMF und dem BfArM betreibt, feierte sein Jubiläum mit einem Symposium zum wissenschaftlichen Schreiben mit KI und ChatGPT.
Drei Studierende starteten am 1. September ihr Praxissemester bei ZB MED. In den folgenden Monaten bearbeiteten sie eigenständig sehr spezifische Projekte.
ZB MED stieg auf die neue Bibliothekssoftware ALMA um. Die landesweite Cloudlösung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung und Vernetzung der Hochschulen in NRW.
Von Python, Git und Unix Shell über Wikidata und SQL bis zum Forschungskreislauf oder Machine Learning: Das ZB MED-Team bietet ein breites Themenspektrum an, um Daten effektiv zu nutzen.
Der German Central Health Study Hub hilft Forschenden dabei, Daten aus Studien zu finden und sie für die eigene Arbeit nachzunutzen. Er entstand im Konsortium NFDI4Health.

Der Jahres­rückblick

PIXLS

Preprint Information eXtraction for Life Sciences

TH Köln
Preprints stellen der Forschung wissenschaftliche Ergebnisse noch vor der Veröffentlichung in einem Fachjournal bereit. In klassischen Recherchetools tauchen sie allerdings bislang kaum auf. In PIXLS wird ein System entwickelt, das Preprints systematisch erschließt und besser zugänglich macht.
QuIX Keyvisual

Snackable Content by ZB MED

Das neue Format QuIX liefert fundierte Erklärungen in Form von leichtverständlichen Videos mit Informationshäppchen.
Love Data Week

Love Data Week

Jedes Jahr wird in der Woche des Valentinstages das Thema Daten gefeiert – und das natürlich auch bei ZB MED!
13.02.2023
#LoveData23

Die International Love Data Week wurde ins Leben gerufen, um das Thema Daten zu feiern. Das Motto 2023: "Data: Agent of Change".

13.02.2023
Darum Forschungsdatenmanagement

Wir schalten eine neue Themenseite auf der Microsite DARUM ZB MED! frei – natürlich zum Thema Forschungsdatenmanagement.

13.02.2023
Awareness Forschungsdaten

Auch im neuen NACHGEFRAGT-Video geht es um Forschungsdaten. Prof. Dr. Konrad Förstner und Barbara Götz stellen das Konsortium NFDI4Microbiota vor. Ihre Mission: Awareness für Forschungsdaten herstellen.

Doktorand Till Sauerwein nach erfolgreicher Verteidigung
Bildrechte: privat

Dissertation erfolgreich verteidigt

Glückwünsche gehen raus an unseren Doktoranden Till Sauerwein. In seiner Forschung hat er das Tool READemption zur Verarbeitung von Dual/Multiple RNA-Seq Daten erweitert und mehrere solcher Datensätze analysiert.

Elekronische Laborbücher im Fokus

NFDI4Microbiota lädt zum online World Café on Electronic Lab Notebooks ein.

Man kennt sich, man hilft sich. Oder: Mein Netzwerk ist alles.

11 Fragen an Petra Labriga

Foto von Petra Labriga
Bildrechte: ZB MED / Petra Kneib
Man kennt sich, man hilft sich. Oder: Mein Netzwerk ist alles.

11 Fragen an Petra Labriga

Unsere Kollegin Petra Labriga mag an ihrem Beruf den kreativen Spielraum am liebsten. Ihre Lieblingsheldin der Geschichte ist Königin Victoria von England.
Woher wir es wissen? Aus unserer Rubrik „11 Fragen an …“, in der wir unsere Kolleg:innen mal auf eine andere Art vorstellen. Und Petra Labriga hat sogar noch eine Zusatzfrage beantwortet.
1
Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Mit Lieblingsmenschen gute Gespräche führen, im Austausch sein, Anregung bekommen.

2
Welche Gabe würden Sie gern besitzen?

Menschen glücklich machen. (Gibt es etwas Schöneres als glückliche Menschen?)

3
Der mutigste Moment in Ihrem Leben?

Als ich die Geschäftsführung für eine fast bankrotte Firma übernommen habe. Und als ich diese nach zwölf Jahren trotz großem Erfolg verlassen habe.

4
Das Schönste an Ihrem Beruf und in Ihrem Arbeitsalltag?

Kreativer Spielraum. Mit geschätzten Kolleg:innen etwas auf die Beine stellen.

5
Forschung und Bibliothek sind für mich?

Beide sind notwendig für unsere Gesellschaft und unser Wohlergehen. Forschung widmet sich den drängenden Problemen unserer Zeit und sucht nach Lösungen, die unser Überleben sichern und unser Leben verbessern. Bibliotheken unterstützen Forschung durch Zugang zu gesammeltem Wissen und systematisierter Auffindbarkeit. Und auf anderer Ebene: Wer Uğur Şahins Erinnerung an ‚seine Bibliothek‘ im Köln der 60er Jahre hört, dem wird klar, dass Bibliotheken Bildungsgerechtigkeit schaffen und nicht nur zukünftige Wissenschaftspioniere fördern.

6
Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Zu spät: Ich hätte gerne mal einen Tag mit Angela Merkel getauscht. Einmal System Merkel erleben…

7
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Fehler von Menschen, die sich bemühen, denen aber – noch – die Kenntnisse und Fähigkeiten fehlen.

8
Ihre Lieblingsheld:innen in der Geschichte?

Königin Victoria von England.

9
Was schätzen Sie bei Ihren Freund:innen, Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen am meisten?

Humor. Über sich selbst lachen können. Und immer wieder aufstehen, Krone richten und weiter machen.

10
Ihr Traum vom Glück?

Zufriedenheit in Bergnähe.

11
Ihre Lieblingspflanze?

Kletterrose.

12
Ihr Lieblingstier?

Hund und Katze.

Wissensmanagement

Gemeinsam forschen:
mit dem Health Study Hub zu effizienterer Gesundheitsforschung

Pinnwand mit Begriffen bezüglich Metadaten.
Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt

Daten aus der Studie XY liegen im Repository der Universität Z, die Studie A bearbeitet eine ähnliche Forschungsfrage am Klinikum B und die Daten werden im Repositorium C gespeichert. Für die Studie XY wurde ein Datenschema entwickelt, für die Studie A ein ganz anderes. Wäre doch sinnvoll, wenn die Forschenden ihre Daten miteinander teilen könnten. Das Problem: Wie finden sie die Daten? Und können sie sie dann überhaupt nachnutzen? Die Lösung liefert der German Central Health Study Hub – oder kurz Health Study Hub.

Der Health Study Hub ist eine Plattform zum Finden und Veröffentlichen von Daten aus der Gesundheitsforschung. Er hilft Forschenden aus diesem Bereich dabei, ihre Arbeit zu vernetzen. Auf der einen Seite können sie Dokumente und (Meta-)Daten zu ihren Forschungsprojekten nach den FAIR-Prinzipien veröffentlichen; sie machen sie also auffindbar (findable), verfügbar (acessible), interoperabel und wiederverwendbar (reusable). Auf der anderen Seite können Forschungsgruppen dann Informationen über vergangene und laufende Studien einfach finden und nachnutzen. Die Anzahl der registrierten Datensätze wächst kontinuierlich an, im Moment sind es fast 2.000 [1]. Der Health Study Hub ist einer der zentralen Dienste, die im Projekt NFDI4Health, der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten, entwickelt wurden.

Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt

Datenschutz für Gesundheitsdaten

Natürlich können die personenbezogenen Daten auf Patientenebene nicht öffentlich zugänglich gemacht werden. Aber die Metadaten! Diese Daten beschreiben die ursprünglichen geschützten Daten und helfen Forschenden in ihren Projekten oft schon einen Schritt weiter. Der Health Study Hub enthält solche Metadaten und auch Informationen über den Datenzugang, um gegebenenfalls mit den vorhandenen Daten weiterarbeiten zu können. Der Hub leitet Forschende direkt zu den entsprechenden Beantragungsstellen für den Datenzugang weiter. Dies ermöglicht die bessere Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten. Dadurch dass Daten nicht mehrfach erhoben werden müssen, wird im besten Fall die Forschung beschleunigt und verbessert. Und das unter Wahrung des Datenschutzes.

Sharing is caring

Forschende möchten durch ihre Arbeit Lösungen für ihre Forschungsfragen finden. Das Teilen von Daten wird dabei oft als lästig oder beschwerlich empfunden. Also muss der Prozess so einfach und unkompliziert wie möglich sein. Folglich sollten die Informationen einmal und nicht mehrmals an unterschiedlichen Stellen erhoben werden. Für den Health Study Hub stehen daher APIs zur Verfügung, um Informationen aus bestehenden – auch internen – Systemen zu übertragen. Softwareberater:innen helfen bei der Entwicklung der erforderlichen Umwandlungsprozesse. Für die Fälle, in denen Informationen nicht wiederverwendet werden können, steht ein grafisches Datenerfassungsformular zur Verfügung. Dort können die Daten manuell eingegeben werden. Geschulte Data Stewards sind bei der Datenerfassung behilflich.

Mehr als ein Repository

Viele Studien sind bereits in verschiedene öffentlichen Repositorien wie DRKS, clinicaltrials.gov, WHO ICTRP und dem MDM-Portal eingegeben worden. Der Health Study Hub aggregiert und harmonisiert diese Informationen, um einen ganzheitlichen Blick auf die deutsche Gesundheitsforschung zu ermöglichen. Darüber hinaus sammeln die Data Stewards aktiv verfügbare Informationen aus öffentlichen Ressourcen wie Websites, die nicht automatisch integriert werden können.

Datenharmonie

Grundvoraussetzung, um (Meta-)Daten auch wirklich nachnutzen zu können, ist die einheitliche Erfassung. Im Health Study Hub werden die Daten daher harmonisiert. Basis dafür sind feste Leitlinien und ein einheitliches Metadatenschema. Die Leitlinien geben vor, wie die Daten veröffentlicht werden. Das maßgeschneiderte und interoperable Metadatenschema orientiert sich an etablierten Standards wie HL7 FHIR und bereichsspezifischen Ontologien wie SNOMED CT. Falls nötig wurden diese Standards angepasst an den speziellen Bedarf. Beide Tools sind ebenfalls ein Ergebnis aus NFDI4Health.

Eine Frau zeigt einem Mann auf einem großen Bildschirm etwas auf einer Grafik.
Bildrechte: ZB MED / Sima Deghani

Mit der Forschung – für die Forschung

Um den Anforderungen und Bedürfnissen der Forschungscommunity zu entsprechen, wählte das Entwicklungsteam einen agilen und iterativen Entwicklungsansatz. Er ermöglicht es, flexibel auf die Anforderungen der Nutzenden und die technischen Herausforderungen zu reagieren. Das kontinuierliche Feedback von Nutzenden des Portals hilft dabei, Probleme zu identifizieren und Lösungen zu finden.

Im Projekt NFDI4Health gibt es verschiedene Use Cases. In vier dieser Use Cases ist die Zielgruppe der Forschenden direkt eingebunden. Die enge Zusammenarbeit innerhalb der NFDI4Health über alle Use Cases hinweg ermöglicht es, den Health Study Hub bedarfsgerecht zu entwickeln und auf die jeweiligen Nutzungsbedürfnisse abzustimmen.

Open & FAIR

Der Health Study Hub orientiert sich an den FAIR-Prinzipien. Über einen Webbrowser ist er frei zugänglich. Ein umfangreiches Glossar liefert Erklärungen zu den gesammelten Informationen. Das macht es auch Forschenden anderer Disziplinen möglich, ihn zu nutzen.

Der Health Study Hub basiert auf der Open Source Software Dataverse, die speziell auf das Forschungsdatenmanagement ausgerichtet ist. Das Entwicklungsteam im NFDI4Health-Konsortium arbeitete eng mit der Community der Dataverse-Entwickler:innen und -Nutzer:innen zusammen. Vernetzung und Erfahrungsaustausch findet etwa im Rahmen der Interessensgruppe Dataverse der Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement in NRW (fdm.nrw) sowie innerhalb der Dataverse Community Meetings statt. Einige der Weiterentwicklungen der Dataverse-Software, die aus der Entwicklung des Study Hubs hervorgingen, wurden während des Dataverse Community Meetings im Juni 2023 in Braga, Portugal vorgestellt. Die Vernetzung treibt die Softwareentwicklung voran und kommt so der gesamten Forschung zugute.

Weiterführende Links

[1] Stand März 2024

Der Programmbereich
Wissensmanagement

Der Programmbereich Wissensmanagement arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und Forschungsdatenmanagement. Eine zentrale Aufgabe sind die zahlreichen Aktivitäten rund um die NFDI: die Leitung des Konsortiums NFDI4Health und die Beteiligung an NFDI4DataScience sowie den beiden Vorhaben Base4NFDI und FAIRagro, die 2023 angelaufen sind. Die Forscher:innen des Programmbereichs bauen neue Datenportale auf und erweitern das Methodenspektrum für FAIRes Datemanagement. Zudem entwickeln sie Text- und Datamining-Methoden weiter.

Projekte

01.03.2023 – 28.02.2028

Base4NFDI

Basic Services for NFDI

01.10.2022 – 31.12.2023

BfR-Ontologie

Ontologieentwicklung Food & Feed – Nahrungs- und Futtermittel-Ontologie

01.04.2023 – 31.03.2028

FAIRagro

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Agrosystemforschung

01.09.2023 – 30.09.2023

FAIRImpact

Workshop fair-impact.eu

01.12.2022 – 31.05.2023

MaSMP

Machine-actionable Software Management Plans

01.10.2021 – 30.09.2026

NFDI4DataScience

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz

01.10.2020 – 30.09.2025

NFDI4Health

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten

01.08.2023 – 31.07.2026

STELLA II

InfraSTructurEs for Living LAbs II

01.07.2020 – 30.06.2023

Task Force COVID-19

NFDI4Health – Task Force COVID-19: Integration und Harmonisierung von Forschungsanstrengungen zum besseren Verständnis von COVID-19 und seinen Folgen

FAIRagro

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Agrosystemforschung

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Koordination), FIZ Karlsruhe, Forschungszentrum Jülich, Hans Eisermann-Forum für Agrarwissenschaften der TU München, Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Thünen-Institut
Die Institute der Agrosystemforschung erheben unterschiedlichste Typen von Forschungsdaten: Laborergebnisse, Satellitenbilder, qualitative Interviews mit Landwirt:innen etc. Das Konsortium FAIRagro wird eine Infrastruktur einrichten, die diese Datensammlungen miteinander verknüpft und besser auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar macht. So wird institutionenübergreifende und interdisziplinäre Forschung erleichtert.
Kiste vom NABU mit Aufschrift Handys für Hummel, Bienen und co.
Bildrechte: ZB MED / Petra Kneib

Handys for Hummel, Biene & Co

Im Foyer am Standort Köln steht eine Sammelbox, in der alle Arten von Handys, Smartphones oder Tablets abgegeben werden können – gerne mitsamt Zubehör, wie Netzteil, Ladekabel, Akku und Headset. Damit unterstützt ZB MED eine Aktion des NABU e.V.
DATA STEWARDSHIP

Data Stewardship

Ein Berufsbild so facettenreich wie seine Einsatzbereiche.
02.05.2023
Studie von ZB MED und USB Köln

Eine allgemeingültige Definition des Berufsbildes Data Steward kann es nicht geben. Zu stark hängen die Tätigkeiten von den jeweiligen lokalen Bedingungen einer Einrichtung ab. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von ZB MED und USB Köln. Als Ergebnis liefern die Projektpartner:innen Empfehlungen für Data Stewardship an akademischen Forschungsinstituten.

10.05.2023
ZB MED ERKLÄRT

Auch das neue Video-Format ZB MED ERKLÄRT beleuchtet in seiner ersten Folge das Berufsbild Data Steward. Justine Vandendorpe erklärt kurz und knackig, was sich dahinter verbirgt. In weiteren Folgen von ZB MED erklärt geht es beispielsweise um den Forschungskreislauf.

30.05.2023
NACHGEFRAGT – Julia Fürst

Julia Fürst ist Data Steward bei ZB MED. Im neuen NACHGEFRAGT-Video gibt sie Einblicke in ihren Berufsalltag.

13.06.2023
DARUM ZB MED

Die Studie, die Videos und weitere Informationen rund um das Berufsbild Data Steward bündelt eine neue Seite auf DARUM ZB MED.

Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt
Ulrich Ch. Blortz am Rednerpult
Bildrechte: ZBW / Timo Wilke

Workshop Retrodigitalisierung

ZB MED richtet den Workshop gemeinsam mit TIB, ZBW und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz bereits zum fünften Mal aus. Thema in diesem Jahr: „Umgang mit Materialien aus schwierigen Zusammenhängen – ethische, rechtliche und daraus folgende technische Aspekte der Digitalisierung.“
Data Science

Die Welt der Daten entdecken:
Trainieren für mehr Datenkompetenzen

Foto von Gästen während eines Workshops
Bildrechte: ZB MED / Gaetan Bally

Die Arbeit von ZB MED orientiert sich an fünf strategischen Leitlinien. Eine davon lautet: Wir vermitteln aktiv Wissen, Kompetenzen und Fähigkeiten. Der Bereich Data Science and Services engagiert sich im Sinne dieser Leitlinie, seitdem er 2018 installiert wurde. Das Team bietet ein breites Spektrum an Trainings an, die Forschenden und Personen, die in informationsbezogenen Einrichtungen arbeiten, Werkzeuge zeigen und Kenntnisse vermitteln, um Daten effektiv zu nutzen: von Python, Git und Unix Shell über Wikidata und SQL bis zum Forschungskreislauf oder Machine Learning.

Bis heute hat das Team in über 100 Workshops circa 1.600 Menschen geschult. Besonders hervorzuheben sind die Zertifikatskurse für Data Librarians und Forschungsdatenmanagement. Die Module des Data-Librarian-Kurses decken verschiedene Aspekte des Datenmanagements ab, beginnend mit der Einführung in die Datenaufbereitung und -analyse, gefolgt von der Strukturierung und Beschreibung von Daten sowie deren Analyse und Visualisierung. Module für Fortgeschrittene befassen sich mit der Automatisierung datenintensiver Prozesse in der Bibliothek, nachhaltigem Datenmanagement und rechtlichen Aspekten. Abschließend wenden die Teilnehmer:innen ihr Wissen in einem praktischen Projekt an.

Beim Forschungsdatenmanagement (FDM) beginnen die Module mit den Grundlagen des FDM und gehen dann weiter mit Themen wie Open Science oder FDM in verschiedenen Fachgebieten. Schließlich greift der Kurs spezifische Aspekte wie Datenkuratierung und -management sowie Beratung und Schulung auf. Wie bei dem Data-Librarian-Kurs ermöglicht ein Abschlussprojekt die praktische Anwendung des Gelernten.

Im Jahr 2023 arbeitete das Team mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, darunter Bibliosuisse, die Freie Universität Berlin, die Hochschule Anhalt oder die Max-Planck-Gesellschaft. Insbesondere im Bereich der Zertifikatskurse kooperiert ZB MED mit dem Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung an der TH Köln (ZBIW) und fdm.nrw, der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement. Auch in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur spielt das Training eine zentrale Rolle. Das Konsortium NFDI4Microbiota, von ZB MED geleitet, bietet ein reichhaltiges Spektrum an Fortbildungen an. Diese Kooperationen sind wertvoll und fruchtbar. Wir werden auch in Zukunft eng mit unseren Partner:innen zusammenarbeiten, um innovative Schulungsprogramme anzubieten. Gemeinsam bauen wir unsere Angebote weiter aus und verbessern sie, um die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten im Umgang mit Daten zu verbessern.

Foto von Rabea Müller
Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt

The Carpentries mit Rabea Müller

Seit 2018 sind die Workshops im Carpentry Style ein fester Bestandteil in unserem Schulungsangebot. Wir bieten ein breites Spektrum von Kursen an, darunter Inhalte aus dem Programm von Library Carpentry und Software Carpentry: Python, Git, Unix Shell, Wikidata, SQL etc. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von grundlegenden Fähigkeiten für das Datenmanagement und die Datenanalyse.

Derzeit haben wir bei ZB MED zehn zertifizierte Carpentries-Instruktor:innen, die die Workshop-Inhalte vermitteln, sowie zwei Carpentries-Trainer:innen, die die Instruktor:innen ausbilden. Außerdem sind wir an der Weiterentwicklung der Lehrmaterialien beteiligt, die international in der gesamten Community eingesetzt werden. Als Maintainer haben wir beispielsweise unsere eigene Lesson zu der Plattform Wikidata entwickelt:

Lehrmethodik und Themen

Die Lehrmethoden in Carpentries-Kursen sind vielfältig und immer interaktiv gestaltet, um effektives Lernen zu ermöglichen. Die Teilnehmenden bearbeiten Praxisbeispiele, diskutieren über relevante Themen, arbeiten sowohl individuell als auch in Gruppen, tauschen ihre Erfahrungen aus und geben sich gegenseitig Feedback. Wir wenden in den Workshops die Live-Coding-Lehrmethode an, bei der die Dozent:innen in Echtzeit programmieren und dabei den Prozess Schritt für Schritt erklären. Das bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, den Code direkt zu verfolgen und zu verstehen, wie bestimmte Programmierkonzepte angewendet werden.

Community Coordinator für The Carpentries

Ich selbst fungiere als Community Coordinator für die DACH-Region bei The Carpentries. In dieser Rolle unterstütze ich die Carpentries-Community in Deutschland, Österreich und der Schweiz, indem ich Fragen beantworte, Ressourcen bereitstelle und Veranstaltungen organisiere. Im Jahr 2023 führten wir mehrere Online-Community-Diskussionen durch, die es den Mitgliedern ermöglichten, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Ein Highlight: ein Event in Paderborn im Februar 2023, das ich gemeinsam mit Toby Hodges moderiert habe. Die Veranstaltung bot Gelegenheit für persönliche Interaktionen und den Austausch bewährter Praktiken innerhalb der Community.

Logo von The Carpenters
Dr. Till Sauerwein beim Vortrag
Bildrechte: ZB MED / Michael Wodak

Schulungen für die mikrobiologische Forschungsgemeinschaft mit Dr. Till Sauerwein

Das NFDI-Konsortium verfolgt das Ziel, die Forschungsdaten aus der Mikrobiologie FAIR und Open zu gestalten. Ein wichtiger Teil davon: Bewusstseinsschaffung und Vermittlung von nötigen Kompetenzen. Hierzu bieten wir zusammen mit den insgesamt zehn beteiligten Partnerorganisationen verschiedene Trainings an. Sie beinhalten spezifische Themen für das Forschungsdatenmanagement, wie Elektronic Lab Notebooks, biologische Metadaten oder Grundlagen des FDM.

NFDI4Microbiota

Das NFDI-Konsortium verfolgt das Ziel, die Forschungsdaten aus der Mikrobiologie FAIR und Open zu gestalten. Ein wichtiger Teil davon: Bewusstseinsschaffung und Vermittlung von nötigen Kompetenzen. Hierzu bieten wir zusammen mit den insgesamt zehn beteiligten Partnerorganisationen verschiedene Trainings an. Sie beinhalten spezifische Themen für das Forschungsdatenmanagement, wie Elektronic Lab Notebooks, biologische Metadaten oder Grundlagen des FDM.

Logo NFDI Four Microbiota

EBI Systems Biology workshop

Seit 2019 organisieren wir den Kurs “Systems Biology: From Large Datasets to Biological Insight”. Der Workshop, bei dem wir auch als Trainer:innen mitarbeiten, findet am EMBL-EBI – dem European Bioinformatics Institute, Teil des European Molecular Biology Laboratory – in Hinxton, UK statt. Wir behandeln im Kurs den Einsatz von Software-Werkzeugen und selbstgeschriebenen Python-Scripten zur Extraktion biologischer Erkenntnisse aus Omics-Datensätzen.

Der Kurs richtet sich zum einen an Promovierende und Postdocs, zum anderen an nicht-akademische Wissenschaftler:innen, die mit groß angelegten Omics-Datensätzen arbeiten und daraus biologische Funktionen und Prozesse ableiten möchten.

Vortrag während eines Workshops, links: Vortragender, rechts: Bildschirmpräsentation
Bildrechte: privat
Foto von Silvia Di Giorgio
Bildrechte: ZB MED / Gaetan Bally

Bio Network for Training mit Silvia Di Giorgio

Wir sind Teil des 2023 gestarteten EU-Projektes BioNT. Das internationale Konsortium setzt sich zusammen aus akademischen Einrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen. Unser Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges Schulungsprogramm und eine Community für digitale Kompetenzen aufzubauen, die sowohl für die Biotechnologieindustrie als auch für den biomedizinischen Sektor relevant sind.

Logo BioNT

BioNT hat bereits vier Online-Workshops ausgerichtet, die unser Team mitorganisiert hat und bei denen wir als Trainer:innen mitgearbeitet haben:

  • A practical introduction to bioinformatics and RNA-seq using Galaxy
  • From Hero to Zero with Python
  • An introduction to High Performance Computing
  • Awareness in Data Management and Analysis for Industry and Research

Unser Highlight fürs kommende Jahr: Die CarpentryConnect 2024 – CCHD2024. Die Community-Veranstaltung findet vom 12. bis 14. November 2024 in Heidelberg statt. Wir von BioNT hosten die CCHD2024 gemeinsam mit The Carpentries. Mit diesem Event wollen wir eine Plattform schaffen, auf der Mitglieder der Communitys aus Deutschland und darüber hinaus zusammenkommen, um gemeinschaftsbasiert Software- und Datenschulungen zu entwickeln, zu erkunden und zu diskutieren.

Für die CCHD2024 planen wir ein breites Spektrum an Formaten: Breakouts, Poster, Lightning Talks, Workshops und Curriculum Co-Working Sessions, die sich alle um das Thema “Community-led training beyond academia” drehen.

Wer Lust hat, dabei zu sein, findet alle Infos im Blog.

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Der Programmbereich
Data Science & Services

Der Programmbereich Data Science and Services hat drei eng verzahnte Aufgabenfelder:

  • Entwicklung innovativer Werkzeuge und Dienste zum Auffinden und Verarbeiten von Literatur und Daten – dazu zählt LIVIVO und die NFDI-Aktivitäten, unter anderem die Sprecherrolle im Konsortium NFDI4Microbiota.
  • Forschung, die unter anderem die Anwendung maschineller Lernverfahren zur Extraktion von Informationen aus wissenschaftlicher Literatur, Erstellung und Erweiterung von Wissensgraphen und die bioinformatischen Analysen von Hoch- durchsatzdaten umfasst.
  • Vermittlung von Daten- und Informationskompetenz sowie Data-Science-Fähigkeiten.

Projekte

Drittelmittelprojekte und Dienstleistung MAK Collection

01.12.2022 – 30.11.2025

AQUAS

Automatic Quality Assessment: NLP-Verfahren zur semantischen Kartierung von lebenswissenschaftlichen Texten

01.03.2023 – 28.02.2026

BioNT

BIO Network for Training

01.05.2020 – 31.08.2023

DiASPora

Digital Approaches for the Synthesis of Poorly Accessible Biodiversity Information

01.10.2023 – 30.09.2026

Digital Bioethics

01.12.2022 – 30.04.2023

LSData.NET

Datenkompetenzzentrum für Lebenswissenschaften

01.07.2019 – 30.06.2025

MAK Collection

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

01.10.2021 – 30.09.2026

NFDI4Microbiota

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Mikrobiota-Forschung

01.01.2023 – 31.12.2025

PIXLS

Preprint Information eXtraction for Life Sciences

01.09.2020 – 31.08.2024

sRNARegNet

Vergleichende Analyse der regulatorischen Netzwerke kleiner RNA in Gammaproteobacteria
Bild von Erich Hoffmann
Bildrechte: Universitätsarchiv Bonn

Digitale Sammlung

ZB MED veröffentlicht die Privatbibliothek des Mediziners und (Mit-)Entdeckers des Syphiliserregers Erich Hoffmann.
50 Jahre ZB MED

Vom Sputnikschock zur Samba-Feier:
50 Jahre ZB MED

Dass die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 als erste Nation in der Lage war, einen Satelliten ins All zu schicken, hat die Politik aufgerüttelt und gezeigt, wie bedeutsam Forschung für Deutschland und Europa ist. Letztlich führte dies zur Gründung von ZB MED. Ohne Sputnikschock hätte es also vermutlich weder den 50. Geburtstag von ZB MED noch das Open Science Festival in Köln gegeben.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft identifizierte Medizin bzw. die Lebenswissenschaften als eines der zentralen Forschungsfächer. Die Idee: Eine zentrale Informationsstelle spart an allen anderen Hochschulstandorten Geld. Das Datum der ersten Satzung – der 3. Juli 1973 – markiert das offizielle Gründungsdatum und daher auch den Tag des Jubiläums. Wir haben uns bewusst gegen eine rührselige Feier entschieden, die den Fokus auf die Vergangenheit richtet. Wir wollten die Zukunft feiern! Mit der Ausrichtung des 2. Open Science Festivals in Deutschland an den beiden Folgetagen des Geburtstags zeigten wir Flagge für die Offene Wissenschaft.

Das Festival war unser Geburtstagsgeschenk an die wissenschaftliche Community und gleichzeitig ein Statement: Die Zukunft der Wissenschaft ist vom offenen Austausch von Daten, Informationen und Ergebnissen geprägt.

Unser Ziel war es also, eine Feier der besonderen Art zu gestalten. Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit sollten gemeinsam ZB MED und Open Science feiern. Als Gäste luden wir die Besucher:innen des Open Science Festivals, die gegenwärtigen und früheren Kolleg:innen, Wegbegleiter:innen und Koopertionspartner:innen – sowie alle noch lebenden (Ex-)Direktoren von ZB MED ein. Und sie sind alle gekommen…

Die Party begann mit einem eindrucksvollen Auftritt einer Kölner Sambagruppe, die mit viel guter Laune, Rhythmusgefühl und ordentlicher Phonstärke das Foyer von ZB MED in eine bisher nie da gewesene Stimmung versetzte – und die Gäste gleich mit. Das leckere Essen sorgte für wahre Lobeshymnen – und auch der Spaß kam nicht zu kurz.

Während des Abends gab es auch Momente der Reflexion, als die ehemaligen Direktoren und eine langjährige Kollegin an die wechselvolle Geschichte von ZB MED erinnerten und „aus dem Nähkästchen“ plauderten. Von den Anfängen der EDV und der elektronischen Versorgung bis hin zur Einführung virtueller Suchportale, von Open-Access-Angeboten und dem Umstieg auf Digitalisierung bis zur Forschung – ZB MED war stets Vorreiter in der Bereitstellung von Informationen für die Lebenswissenschaften. Bedeutende Menschen haben ZB MED genutzt, wie etwa der BioNTech-Gründer Professor Uğur Şahin. Ob alle immer rechtzeitig ihre geliehenen Medien zurückgegeben haben, soll an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Trotz mancher Hürden und massiver, teils existenzieller Herausforderungen gelang es ZB MED, sich den Veränderungen anzupassen und passende, jeweils zeitgemäße Lösungen zu entwickeln. So hat sich ZB MED – auch dank der Weitsicht und Innovationsbereitschaft der verschiedenen Direktoren – immer wieder neu erfunden.

Die besondere „Geheimwaffe“ ist jedoch – ohne die Leistung und den Mut der Leitungen zu schmälern – schon immer die Belegschaft gewesen. ZB MED lebt von dem besonderen Spirit und der hohen emotionalen Bindung an „unsere“ ZB MED – unabhängig davon, ob sie noch „Zentralbibliothek der Medizin“ hieß oder inzwischen zum „Informationszentrum Lebenswissenschaften“ transformiert ist. Das wurde bei der entspannt-melancholisch-fröhlich-laut-leckeren Feier und der Vorführung des „Imagefilm Reloaded“ einmal mehr deutlich.

So war der 50. Geburtstag nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, innezuhalten und sich über die Erfolge und Errungenschaften von ZB MED zu freuen. Es war ein Abend voller Freude in der Gegenwart, Dankbarkeit für die Vergangenheit und Vorfreude auf die Zukunft, in der ZB MED weiterhin eine wichtige Rolle im Bereich der lebenswissenschaftlichen Forschung und Information spielen wird.

Fazit: Wissenschaft und Feiern passt genauso gut zusammen wie ZB MED und Open Science!

Den ZB MED-Imagefilm Reloaded und viele andere Filme finden Sie in unserem YouTube-Kanal.

Mehr zur Geschichte von ZB MED finden Sie im ZB MED-Blog

Open Science

Open Science Spirit und offene Türen:
MEET – SHARE – INSPIRE – CARE

Das 2. Deutsche Open Science Festival

Logo vom Open Science Festival

Man kann einen 50. Geburtstag ganz klassisch zelebrieren: Mit Kaffee, Kuchen und ein paar Anekdoten zur Geschichte. Man kann. Man muss nicht. ZB MED wollte das nicht und wir vom ZB MED-Marketing schon gar nicht. Unsere Idee war es, die Zukunft von ZB MED mit der Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens zusammen zu bringen: Open Science.

Wie ein Zeichen kam die Einladung zum 1. Open Science Festival in Hannover im elektronischen Postfach an. Die Idee, das 2. Festival nach Köln zu holen, war unmittelbar geboren.

Gelbes rundes Element vom Open Science Festival

Mit einer kleinen „Delegation“ meldeten wir uns in Hannover an. Das Festival begeisterte uns direkt mit offenem Austausch, kritischen Diskursen, Hands-on-Charakter und dem echten Open Science Spirit. Auf unsere vorsichtige Anfrage zeigten sich die Kolleg:innen von Universität und TIB Hannover offen, den Staffelstab an uns weiterzugeben. Doch selbstredend sollte das Verfahren offen und transparent ablaufen. Wir bewarben uns daher mit einem engagierten Exposé auf den Call for Host – und wurden ausgewählt!

Damit ging die Arbeit dann richtig los. Die „Partner in Crime“ vor Ort hatten wir schon vorab gefunden: an der Universität Köln mit dem Institut für Biomedizinische Informatik (IMI), dem Exzellenzcluster CECAD und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, dem Wissenschaftlichen Leiter von ZB MED, der von Anfang an von der Festival-Idee begeistert war und uns bei allem unterstützte, gründete sich das Programmkomitee. Daneben gab es das Organisationskomitee bestehend aus dem Marketing-Team von ZB MED, punktuell unterstützt vom Marketing der Universitäts- und Stadtbibliothek. Als menschliche Schnittstelle zwischen beiden fungierte die Marketingleiterin von ZB MED, bei der alle Fäden zusammenliefen und ohne deren unermüdliches Engagement und Herzblut das Festival in dieser Form nicht möglich geworden wäre.
Eine Vielzahl an virtuellen Meetings und detaillierten Planungen festgehalten in nahezu unzähligen Cryptpad-Dateien später, stand das Programm für das Festival. Wir konnten die Kommunikation auf allen Kanälen rechtzeitig starten.

Wer schon mal ein solches Programm aufgestellt hat, weiß natürlich, dass der Weg von der Idee zum fertigen Timetable kein glatter Durchmarsch ist. Keynote Speaker und Ignite Talker müssen gefunden und Terminkollisionen bei Speaker:innen geglättet werden. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Teilnehmenden für die internationalen Panels tatsächlich nach Köln zu holen. Die Erteilung eines Visums ist etwa für Menschen aus Afrika oder Südamerika nicht so leicht möglich. Die Teilnahme an internationalen Konferenzen scheitert mitunter zum Beispiel an fehlenden Direktflugverbindungen oder an bürokratischen Hürden. Zu unserem Festival konnten schließlich die meisten aber tatsächlich kommen.

Von Anfang an war es unser Wunsch, das Festival überwiegend in den Räumen von ZB MED zu veranstalten. Dieser Wunsch stellte sich als besondere Herausforderung dar. Wir brauchten Räume für Plenum, Marketplace, Catering und 13 Workshops. Sollten wir ZB MED für das Festival komplett schließen? Open Science und Closed Library? Nein, das konnte nicht der richtige Weg sein! Die Challenge bestand also darin, alles so zu organisieren, dass zwei komplette Lesesäle für die Nutzer:innen vor Ort geöffnet bleiben konnten. Trotzdem sollten die Wege möglichst kurz sein. Die Lösung lieferte unser Partner, das Exzellenzcluster CECAD. Dort standen drei Räume zur Verfügung, die wir zusätzlich zu den Räumlichkeiten bei ZB MED nutzen konnten.

Je näher das Festival rückte, desto mehr intensivierte sich auch die Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort. Besondere Herausforderungen schweißen ganz besonders zusammen! Und auch für die Belegschaft von ZB MED war es ein Fest, bei dem sich viele eingebracht haben, denn wenn es darauf ankommt, dann kooperieren alle bei ZB MED besonders gut: Gemeinsames Engagement für Open Science – MEET. SHARE. INSPIRE. CARE. Wir leben den Kulturwandel.

Rotes rundes Element vom Open Science Festival

Viele Festival-Beiträge haben wir aufgezeichnet und einige Stimmen eingefangen.

Einen ausführlichen Blogbeitrag zum Festival und Berichte einiger Referent:innen finden Sie im
ZB MED-Blog.

Buch MAK- und BAT-Werte-Liste

MAK- und BAT-Werte-Liste 2023

Die DFG-Senatskommission legt die jährlich aktualisierte Liste vor, die seit 2020 auf der PUBLISSO-Plattform veröffentlicht wird. Die Liste enthält zusammengefasst die von der Kommission erarbeiteten Grenzwertvorschläge, Einstufungen und weitere Markierungen für rund 1.000 Arbeitsstoffe. Sie ist die wissenschaftliche Grundlage für die Gesetzgebung zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Deutschland und darüber hinaus.

STELLA II

InfraSTructurEs for Living LAbs II

TH Köln, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
In der Fortsetzung des erfolgreich abgeschlossenen und ebenfalls von der DFG geförderten Projektes STELLA erweitern die Partner die bestehende Evaluierungsinfrastruktur für Such- und Recommender-Systeme.

Richte deine Aufmerksamkeit nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung

11 Fragen an Beniamino Budzin

Beniamino Budzin im Flur bei ZB MED
Bildrechte: ZB MED / Petra Kneib
Richte deine Aufmerksamkeit nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung

11 Fragen an Beniamino Budzin

Der mutigste Moment von Beniamino Budzin, Syndikusrechtsanwalt bei ZB MED, war sein erster Auftritt vor Gericht, sein Lieblingskomponist ist Anton Bruckner.
Woher wir das wissen? Aus unserer Rubrik „11 Fragen an …“, in der wir unsere Kolleg:innen mal auf eine andere Art vorstellen. Und auch Beniamino Budzin hat eine Bonusfrage beantwortet.
1
Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meiner Familie und Freunden. Was wir dann genau machen, ist gar nicht so wichtig.

2
Welches Gerät müsste man erfinden?

Eine Vorrichtung, die die Wolken über dem gewünschten Standort entfernt, damit die Sonne immer (über ZB MED) scheint.

3
Der mutigste Moment in Ihrem Leben?

Zum ersten Mal vor Gericht aufzutreten bei Anwesenheit von Publikum und Presse, hierbei insbesondere das Plädoyer vorzutragen. Diesen gewonnenen Mut habe ich mir beibehalten dürfen.

4
Das Schönste an Ihrem Beruf und in Ihrem Arbeitsalltag?

Aus den oft zahlreichen juristischen Gestaltungsmöglichkeit eine praxistaugliche Lösung zu finden. Hierbei gefällt es mir besonders, über den juristischen Tellerrand hinauszublicken. Zudem ist der juristische Austausch im Team etwas, was mir täglich viel Freunde macht, da hierbei zum Teil kontrovers diskutiert wird und am Ende ein abgestimmtes Ergebnis mit gutem Gewissen vertreten werden kann.

5
Bibliothek ist für mich?

Ein Ort, an dem sich die Nutzenden komplett auf das konzentrieren können, was sie vorhaben – ohne Störungen. Ein Ort, der so (architektonisch) gestaltet ist, dass man jeden Tag gerne seine Lebenszeit dort verbringt. Ein Ort, den man auch nach Jahren gerne nochmal besucht aufgrund der vielen positiven Erinnerungen, z.B. nach seiner Studienzeit.

6
Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?

Mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts. Hierbei würde mich sehr interessieren, wie gerichtliche Entscheidungen vorab intern diskutiert und bewertet werden, die oft für unsere Gesellschaft von so besonderer Tragweite sind.

7
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Fehler gehören aus meiner Sicht zur (beruflichen) Entwicklung dazu, um aus diesen zu lernen. Schade ist, wenn ein Fehler vermeidbar war. Daher entschuldige ich Fehler, wenn vorab mit Engagement und Einsatz an der betreffenden Aufgabe gearbeitet wurde und die Person auch subjektiv ihr Bestes gegeben hat.

8
Ihre Lieblingsheld:innen in der Geschichte?

Der römische Kaiser Marcus Aurelius: Einer der wenigen (römischen) Herrscher mit philosophischem Weitblick und weltlicher Macht.

9
Ihr/e Lieblingskomponist:in?

Anton Bruckner (1824 bis 1896)

10
Was schätzen Sie bei Ihren Kolleg:innen am meisten?

Mir gefallen besonders die Kolleg:innen, die, wenn notwendig, umgehend ihre Hilfe anbieten, um schnellstmöglich Lösungen zu finden. Ich mag es, gerade nach der Pandemie, nun wieder die Kolleg:innen vor Ort zu sehen und sich austauschen zu können.

11
Ihr Traum vom Glück?

Glück ist für mich nichts, was irgendwann in der Zukunft eine Rolle spielt, sondern etwas sehr konkretes. Ich versuche die Dinge, die bereits erreicht wurden, wertschätzend anzunehmen und nicht ständig daran zu denken, was noch zum zukünftigen Glück fehlt. So gesehen gibt es jeden Tag im (Berufs-)Leben Glücksmomente, die erfreuen und motivieren.

12
Ihr Lieblingstier?

Das eurasische Eichhörnchen.

Informationsversorgung - Dienste

Die unsichtbare Kraft, die die Bibliothek am Laufen hält: das Bibliotheks­managementsystem

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Wissenschaftliche Bibliotheken denken? Vielleicht sind es die altehrwürdigen berühmten Bibliotheken, wie die Bodleian Library in Oxford oder die Bibliothèque Nationale de France in Paris. Möglicherweise denken Sie an die besondere Atmosphäre und Ruhe, die zum konzentrierten Arbeiten einladen. Vermutlich kommen Ihnen aber auch Regalreihen gefüllt mit Fachliteratur und wissenschaftlichen Publikationen in den Kopf oder die unvorstellbare Menge an digitalen Ressourcen, die Bibliotheken ihren Nutzenden zur Verfügung stellen.

Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Software all dies verwaltet und was so eine Spezialanwendung alles können muss? Das reicht von der Erfassung der Medien über die Ausleihe bis zur Verwaltung der Nutzenden – natürlich unter Berücksichtigung des Datenschutzes. Sie unterstützt die Erwerbung und überwacht die Verwaltung elektronischer Ressourcen und Abonnements. Und das sind nur einige Punkte.

Eingangsfoyer ZB Med, Infotheke im Hintergrund
Bildrechte: ZB MED / Marcus Gloger

GO:AL – Go to Alma

Im Land Nordrhein-Westfalen arbeiten die Wissenschaftlichen Bibliotheken schon seit Jahrzehnten in enger Vernetzung zusammen. Das gilt auch für das Bibliotheksmanagementsystem, das im Verbund eingesetzt wird. Im Jahr 2019 begann ein Projekt zur Modernisierung der Bibliothekssoftware: „GO:AL“ – Go to Alma. 41 Hochschulbibliotheken des Landes NRW und ZB MED sollten auf das neue System Alma des Herstellers Ex Libris umsteigen. Dies geschah dann in drei Umstiegswellen. Ab April 2021 kam Alma bei den ersten Pilot-Hochschulen zum Einsatz, im August 2023 führte in der dritten Welle auch ZB MED das neue System ein.

Im Ergebnis sollte das cloudbasierte Bibliotheksmanagementsystem den Bibliotheken die Arbeit erleichtern. Vor dem Launch gab es hinter den Kulissen jedoch viel vorzubereiten. Geleitet wurde das Projekt bei ZB MED von unserer Systembibliothekarin, die schon für das bisher eingesetzte System verantwortlich war und sich bestens auskannte. Ihr zur Seite stand ein Projektteam aus dem Bereich Informationsversorgung – Dienste.

Herausforderungen des Umstiegs

Die Implementierung von Alma war nicht nur der einfache Austausch einer Software, sondern aufgrund der Komplexität um ein Vielfaches zeit- und arbeitsaufwendiger. Das Bibliotheksmanagementsystem berührt tatsächlich alle Arbeitsabläufe und jegliche Daten einer Bibliothek. Daher mussten alle Workflows überdacht und teils neue Schritte definiert werden. Das Team hat alle Daten aus dem alten System bereinigt, extrahiert und in neue Formate konvertiert. Auch das ZB MED-Suchportal LIVIVO war betroffen – es wurde an die neue Bibliothekssoftware angebunden. Im Anschluss standen umfangreiche Schulungen für die Beschäftigten an, die nun mit Alma arbeiten. All dies musste sorgfältig geplant und präzise umgesetzt werden. Diese Vorbereitungen umfassten einen Zeitraum von fast drei Jahren.

Screenshot von einem Kommentar, Inhalt: Ihr seid solche Held:Innen, eure ARbeit und eure Energie, die ihr hier reingesetzt habt, ist unbezahlbar! Danke für eure Klugheit und Umsicht. Eine unglaubliche Kraftanstrengung. Ihr habt es geschafft. Ihr seid einfach toll.

Die Systembibliothekarin und das Projektteam berichteten in einem Beitrag für den ZB MED-Blog über die Einführung von Alma. Der hier zitierte Kommentar kommt aus dem Kreis der Kolleg:innen.

Den Beitrag „Reaching the GO:AL – ZB MED goes Alma“ finden Sie im ZB MED-Blog.

Alma in Aktion

Am 21. August 2023 ging das neue Bibliotheksmanagementsystem live. Nach einigen Monaten im Echtbetrieb lässt sich sagen: Der Umstieg war erfolgreich. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Möglichkeiten durch neue Funktionen wie beispielsweise standardisierte Schnittstellen oder die Lizenzverwaltung elektronischer Medien wesentlich größer geworden.

Der Einsatz von Alma hat auch den Grad an Automatisierung von Workflows signifikant erhöht. Als schönes Beispiel hierfür lässt sich das Abrufen und Auswerten von COUNTER-Nutzungsstatistiken nennen. Bereits vor der Alma-Einführung haben wir bei ZB MED für die Erhebung der Statistiken die SUSHI-Schnittstelle genutzt und den Arbeitsgang damit teilweise automatisiert. Das Abrufen der Reports musste allerdings jeweils manuell initiiert werden. Zudem erfolgte die Speicherung und damit auch die Auswertung der Statistiken separat, das heißt außerhalb unseres Bibliotheksmanagementsystems. Seit der Einführung von Alma konnte dieser Prozess weiter vereinfacht werden. Nutzungsstatistiken werden auf Monatsbasis automatisch heruntergeladen und in die an Alma angeschlossene Statistik-Datenbank Alma Analytics übertragen. Hier konnte beispielsweise bereits eine monatliche Auswertung der zehn am meisten genutzten Zeitschriften erstellt werden, die zum jeweiligen Stichtag automatisch an einen ausgewählten Verteiler gesendet wird.

Was ist Alma?

Alma ist eine cloudbasierte Software, die alle Bibliotheksabläufe abdeckt: Erwerbung, Katalogisierung, Etatverwaltung, Verwaltung aller Print- und elektronischen Medien, Metadatenmanagement, Ausleihverbuchung etc. Gegenüber dem vorher eingesetzten System bringt Alma einige Vorteile mit, zum Beispiel ein verbessertes E-Medien-Management, die Vereinfachung statistischer Abfragen oder eine engere Zusammenarbeit mit anderen Bibliotheken in einer gemeinsamen Alma-Netzwerkzone.

Was bedeutet cloudbasiert?

Das neue System wird als „Software as a Service“ (SaaS) betrieben. Der Anbieter Ex Libris stellt die IT-Infrastruktur zur Verfügung. Speicherplatz und Software müssen nicht mehr lokal vorgehalten und betrieben werden. Für die Bibliotheken reduziert das den Betreuungsaufwand von Hard- und Software.

Die Alma-Cloud befindet sich in einem streng gesicherten Rechenzentrum in Amsterdam. Sie ist zusätzlich abgeschottet und doppelt gespeichert. Es handelt sich um eine sogenannte „private cloud“, keine „public cloud“. Die Anwendungsmodule von Alma werden von der Firma Ex Libris administriert und gepflegt.

Für die Systembibliothekarin bei ZB MED bleibt dennoch einiges zu tun. Sie betreut das System und konfiguriert es passgenau abgestimmt auf die individuellen Anforderungen. Außerdem steht sie den internen Anwender:innen und Nutzer:innen bei allen Fragen und Problemen zur Seite. Neuerungen werden in monatlichen Releases direkt in die Cloud eingespielt. Dadurch bleibt nicht nur Alma ein dynamisches System, sondern auch die Arbeit der Mitarbeitenden in ständigem Wandel.

Der Programmbereich
Informationsversorgung – Dienste

Im Programmbereich Informationsversorgung – Dienste ist das Kerngeschäft der Bibliothek angesiedelt. Er hat zwei Blickrichtungen: zum einen Kauf, Lizenzierung und Bereitstellung von Informationen digital und print, zum anderen die Nutzung dieser Inhalte.

Entwicklung

Praxiserfahrung sammeln bei ZB MED

Am 1. September startete für drei Studierende ihr Praktikum bei ZB MED. Sie absolvieren an der Technischen Hochschule Köln den Bachelor-Studiengang Bibliothek und digitale Kommunikation. Der Studiengang vermittelt passgenaue Kompetenzen, um in einer modernen Bibliotheks- und Informationslandschaft innovative Dienstleistungen kundenorientiert zu entwickeln. Praxisorientierung wird dabei groß geschrieben. Das fünfte Semester besteht aus einem 20-wöchigen Praxismodul in einer Bibliothek oder einer anderen Informationseinrichtung. In dieser Zeit bearbeiten die Studierenden eigenständig spezifische Projekte. Bei ZB MED waren die drei Praktikant:innen in den Programmbereichen Informationsversorgung – Entwicklung und –Dienste im Einsatz.

Lilian Breuer

Lilan Breuer stellt im Lesesaal von ZB MED Zeitschriftenbände ins Regal
Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt

Moderne Logistiklösungen für Print-Archivierungen

„Mein Projekt entstand im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Magazinstandortes in Königswinter. Das Projekt fokussierte sich auf Logistiklösungen im Hinblick auf Lückenergänzungen. Es gelingt ZB MED regelmäßig, Lücken im Bestand zu schließen. Für diese Zuwächse ist jedoch zunächst kein Platz in der Aufstellung vorgesehen. Die Schwerpunkte meines Projektes lagen darin, verschiedene Möglichkeiten der modernen Bibliothekslogistik zu recherchieren: technische Voraussetzungen für die Umsetzung, Vor- und Nachteile, Aufwände und entsprechende Praxisbeispiele. 

Ich legte den Fokus auf bereits eingesetzte technische Archivlösungen in der Praxis, darunter die Roboter NAO der Stadtbibliothek Köln, „Pixi Pepper“ der Zentralbibliothek Düsseldorf und „Tory“ der UB Dortmund, die Drohne „UJI Aerial Librarian Robot”, RFID-Lesegeräte auf Schienen in der Kunstbibliothek Sitterwerk, der Einsatz eines Smart Shelf und Barcodes in der Magazinverwaltung des Historischen Archivs der Stadt Köln. Innerhalb des Projektes erhielt ich die spannenden Möglichkeiten, den Standort Königswinter und das Historische Archiv der Stadt Köln zu besuchen. Zudem stand ich in Kontakt mit verschiedenen Kolleg:innen und Bibliotheken und dokumentierte den Workflow zum Umgang mit Lückenergänzungen am Standort Köln und Bonn.

Das Praktikum bei ZB MED hat mir großen Spaß gemacht. Zum einen durfte ich mit sehr freundlichen Kolleg:innen zusammenarbeiten. Zum anderen konnte ich ganz selbstständig und frei arbeiten und Verantwortung innerhalb des Projektes übernehmen.“

Anika Droste

Anika Droste in Schutzkleidung im Tiefmagazin von ZB MED. Dort ist die Sammlung Hoffmann aufgestellt, sie hat einen Band über Syphilis in der Hand.
Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt

Identifizierung gefährdeter Schriften bei ZB MED und Ermittlung geeigneter Erhaltungs- und Fördermöglichkeiten

„Schon vor dem Praxissemester war ZB MED mir durch verschiedene Dozierende an der TH Köln ein Begriff. Ich habe mich sehr gefreut, als ich die Möglichkeit bekommen habe, hier mein Praxissemester zu absolvieren.

Das Ziel meines Projekts war die Identifizierung gefährdeter Schriften bei ZB MED und die Ermittlung geeigneter Erhaltungs- und Fördermöglichkeiten. Dabei bestanden meine Aufgaben unter anderem in der Schadenserfassung von Schriften, die in ihrer Substanz akut gefährdet sind, der Beschreibung der Bedeutung dieser Schriften, der Priorisierung nach Ausmaß der Beschädigung sowie der Prüfung von geeigneten Fördermöglichkeiten durch Drittmittel.

Hauptsächlich beschäftigte ich mich mit den Beständen der „Sammlung Hoffmann“, für die ich vor allem Bestandslisten und Zustandsbeschreibungen erstellte. Dr. Erich Hoffmann entdeckte 1905 zusammen mit Fritz Schaudinn den Syphilis-Erreger. Seine Literatursammlung ging nach seinem Tod im Jahr 1959 als Dauerleihgabe in den Besitz von ZB MED. Sie enthält medizinische Lehrbücher und Zeitschriften mit handschriftlichen Kommentaren und Anmerkungen von Hoffmann. Im Verlauf des Projekts kam noch eine agrarwissenschaftliche Sammlung hinzu, die ebenfalls einige unikale Bestände enthält und vor dem Papierzerfall bewahrt werden soll.

Das Problem des sauren Papiers und des Zerfalls, der unweigerlich folgt, kann nur durch eine Entsäuerung gelöst werden. Dabei wird die Säure im Papier neutralisiert und eine sogenannte alkalische Reserve eingebracht, die den Zerfall des Papiers etwa um ein Drittel verlangsamt. Ein Aspekt meines Praktikums bestand darin, die Möglichkeiten von finanzieller Unterstützung bei der Entsäuerung zu recherchieren. Mit meinem Projekt konnte ich dazu beitragen, dass ZB MED in Kürze einen Förderantrag bei der Koordinierungsstelle zur Erhaltung schriftlichen Kulturguts (KEK) stellen wird.

Da die Sammlung Hoffmann viele Notizzettel und Briefe enthält, wurden säurefreie Archivumschläge, Archivmappen und Archivkartons bestellt, um diese zu erhalten und langfristig aufzubewahren.

Die Umschläge, in die die Blätter eingelegt werden, werden vorher mit einem weichen Bleistift mit der jeweiligen Signatur gekennzeichnet. Dabei wurde eine Liste der enthaltenen Notizen und der Korrespondenz erstellt. Diese ist noch nicht vollständig und beschreibt den Inhalt nicht immer ausreichend; eine detaillierte Erfassung war mir aufgrund der Handschrift und der unbekannten Terminologie an vielen Stellen nicht möglich. Die Liste liegt im Magazin aus und kann bei Interesse eingesehen werden.

Nach meinem Praktikum habe ich eine Stelle als studentische Mitarbeiterin bei ZB MED angetreten und begleite so mein Projekt weiterhin. Momentan beschäftige ich mich dabei mit der Trockenreinigung der Bestände, um sie auf die Entsäuerung vorzubereiten. Dafür werden mit Zeichenbesen oder weichen Kautschukschwämmen Verschmutzungen und Staub von den Oberflächen und Seiten entfernt und eventuelle Metallteile wie Büroklammern durch geeignetere Materialien ersetzt.“

Michael Jürgen Sameiske

Michael Sameiske am Schreibtisch hinter drei Bildschirmen
Bildrechte: ZB MED / Petra Kneib

Statistikerfassung mit Alma Analytics

„In meinem Praktikum bei ZB MED habe ich Statistikerfassungen für physische Medien und Online-Ressourcen der Zeitschriftenabteilung bearbeitet. Ganz konkret ging es dabei um Fragen der deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) und wie diese unter Zuhilfenahme des neuen Bibliotheksmanagementsystems und der daran angeschlossenen Statistik-Datenbank Alma Analytics beantwortet werden können.

Das Ziel: zukünftige Arbeitsprozesse zu vereinfachen und einen sich wiederholbaren Arbeitsprozess zu erarbeiten. Begonnen habe ich damit, in einem einfachen Verfahren Schritt für Schritt zu schauen, wie die richtigen Medien sich mit unterschiedlichen Suchparametern erschließen lassen. Ein Beispiel hierfür ist die DBS-Frage 122: „Anzahl (Abonnements) im Berichtsjahr laufend gehaltener nicht-elektronischer Zeitschriften und Zeitungen“. Über Alma habe ich eine Lösung gefunden, wie diese Abonnements zu ermitteln sind. Hierfür reicht eine einfache Suche über die allgemeine Suchmaske von Alma mit dem Parameter „Selektionszeichen IZ“ und dem gewünschten Berichtsjahr.

Zur Ermittlung komplizierter Suchanfragen muss mit der Alma Analytics Maske gearbeitet werden. Zum Beispiel die DBS-Frage 21: „Bücher (einschl. Dissertationen), Zeitschriften und Zeitungen nach Buchbindereinheiten insgesamt – Ausgaben“. Wie sich herausgestellt hat, ist die Gestaltung der Suchanfrage von Bibliothek zu Bibliothek unterschiedlich. Einfache Anfragen nach Ausgaben sind nicht möglich. Mithilfe boolescher Suchoperatoren mussten komplexe Suchanfragen erstellt werden, die Kreativität und ein Verständnis der Bibliothekssoftware verlangten. Ich habe für die Erschließung dieser Parameter Tabellen angelegt, die die Fragen auch für die spätere Nutzung beantworten.

In meinem Praktikum habe ich einen ausführlichen Eindruck von ZB MED erhalten und große Teile des Kollegiums kennengelernt. Da das Praktikum mir viel Spaß bereitet hat und ich gut aufgenommen wurde, habe ich mich darüber gefreut, danach eine Stelle als studentische Hilfskraft anzutreten.“

Der Programmbereich
Informationsversorgung – Entwicklung

Der Programmbereich Informationsversorgung – Entwicklung stößt Innovationen an und setzt sie um. Die Entwicklungen werden dann gegebenenfalls nach Abschluss der Projektphase in den Regelbetrieb der Informationsversorgung – Dienste eingegliedert und unterstützen die forschenden Programmbereiche.

Digital Bioethics

Medizinische Hochschule Hannover (Koordination), Universität der Bundeswehr München, Universität Leipzig, Technische Universität Braunschweig
Die Bioethik erlebt durch den Einsatz von informationstechnischen und datenwissenschaftlichen Methoden einen grundlegenden Wandel. Er wirft tiefgreifende inhaltliche, methodische sowie wissenschaftssoziologische und -politische Fragen auf, die das Netzwerk Digitale Bioethik diskutiert und etabliert.
Baustaub und Bücherregale

Zwischen Baustaub und Bücherregalen: eine Bibliothek zieht um

18 Kilometer Regale: Die schnellsten Menschen der Welt würden unter optimalen Bedingungen etwa 43 Minuten benötigen, um all diese Regale abzulaufen, eine entsprechende Wanderung vier bis fünf Stunden dauern, mit dem Fahrrad wäre es für Hobbyradler:innen in unter einer Stunde zu schaffen. Ständen alle Regale voller Bücher, bräuchte es im Arbeitsleben zwei Jahre und sieben Monate, um jedes Buch aufzublättern. Um die Strecke von unserem Standort in Köln nach Königswinter zu überbrücken, müssten die Regale zweieinhalb Mal aneinandergereiht werden.

Vielleicht stellen Sie sich jetzt die Frage: Was hat es mit den 18 Regalkilometern auf sich? Und warum Königswinter? Beides hängt eng zusammen, denn im Oktober 2023 sind 18 Regalkilometer voll mit Zeitschriftenbänden von der ZB MED-Bibliothek in Köln nach Königswinter umgezogen. Dort ist ein neuer Magazinstandort entstanden, an dem nun ein Großteil des Zeitschriftenarchives aus den Fachgebieten Medizin und Gesundheitswesen unter optimalen Bedingungen bewahrt und für die Lieferdienste bereitgestellt wird. Gabriele Wollnik-Korn, verantwortlich für den Umzug und alles, was damit verbunden ist, berichtet.

Im Oktober 2023, sechs Monate nach Mietvertragsunterzeichnung, konnte ZB MED den neuen Magazinstandort Königswinter beziehen, an dem nun ein Großteil des Zeitschriftenarchives aus den Fachgebieten Medizin und Gesundheitswesen unter optimalen Bedingungen bewahrt wird. Und seit Oktober beliefert ZB MED nahezu reibungslos Kund:innen aus der ganzen Welt gewohnt zuverlässig und umfassend mit der benötigten Fachliteratur.

Das klingt alles nach einem reibungs- und geräuschlosen Ein- und Umzug. War es das wirklich?  

Die Ausgangssituation:

Die Universität zu Köln kündigte Ende des Jahres 2021 den Mietvertrag für die Räumlichkeiten im LFI-Gebäude, die bislang ZB MED zur Verfügung standen, da sie sie zukünftig selbst benötigt. Für ZB MED – als nationale Zentrale Fachbibliothek weiterhin verpflichtet, medizinische Print-Bestände zu archivieren – bedeutete das einen Wettlauf gegen die Zeit. Der Auszug aus dem LFI-Gebäude sollte bereits bis Ende Oktober 2023 erfolgen. Bis dahin eine neue Magazinfläche zu finden, die dem besonderen Bedarf entspricht, erschien fast unmöglich. Eine Fläche von ca. 4.000 m², regionale Nähe zu Köln und Bonn, ein vorhandenes Klimasystem und eine bezahlbare Miete waren nur einige Herausforderungen bei der Immobiliensuche. Die Marktsituation unter diesen Bedingungen war und ist schwierig, denn die Nachfrage übersteigt das Marktangebot deutlich.

Das (fast) Unmögliche möglich machen

ZB MED gelang es, in einer Rekordzeit von nur drei Monaten eine fast perfekte Immobilie in Königswinter zu finden. Die Aushandlung des Mietvertrages nahm einige weitere Monate in Anspruch. Aber der Vermieter,  Hans Werner Pütz, Geschäftsführer der K. W. L. Grundbesitz GmbH & Co. KG, sicherte ZB MED einen Einzug nur sechs Monate nach Mietvertragsunterzeichnung zu. Und das, obwohl das Gebäude von Grund auf saniert werden musste.

Ist so etwas in der Zeit von Lieferengpässen und Baumaterialmangel überhaupt möglich? Und kann es in der knappen Zeit realisiert werden?

Um es kurz zu machen: Ja, so etwas ist möglich!

Der neue Magazinstandort von ZB MED in Königswinter ist knapp 43 km vom Standort Köln und 13 Kilometer von Bonn entfernt. Er ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, denn der Bahnhof Königswinter befindet sich in unmittelbarer Nähe. Außerdem sind eigene Parkplätze vorhanden.

Das Gebäude, ein ehemaliger Industriebau in extrem massiver Bauweise, war in keinem optimalen Zustand. Eine Sanierung war daher unumgänglich. Eine neue Klima- und Brandschutzanlage, neue Fenster mit einer Dreifachverglasung und Außenjalousien ermöglichen jetzt eine langfristige, sichere Aufbewahrung der Bestände. Das Gebäude wird geheizt und gekühlt mit einer modernen Wärmepumpe. Es ist mit einer energieeffizienten LED-Beleuchtung ausgestattet. Eine Photovoltaikanlage ist in Vorbereitung – ein weiterer Baustein für die Nachhaltigkeit.

Insgesamt verfügt ZB MED am Standort Königswinter jetzt über ca. 4.100 m² Fläche auf fünf Etagen. Im 1. bis 4. Geschoss dienen 3.800 m² als Archivfläche. Im Erdgeschoss befinden sich helle, farbenfrohe, großzügige Büroräume, ein multifunktionaler Besprechungsraum, ein weiterer Sitzungsraum und eine einladende Teeküche mit Sitzgelegenheit für Pausen oder einen kurzen persönlichen Austausch. Auf allen Etagen sind neue geschlechtsneutrale Sanitärräume entstanden.

Der rekordverdächtige Bezug des neuen Gebäudes von ZB MED ist das Ergebnis einer Teamleistung. Wir verdanken sie unserem Vermieter und ganz besonders der enormen Leistungsfähigkeit und -bereitschaft sowie dem Engagement des Bauprojektleiters Pascal Ludwig und der Bauleitungen der Vermieterfirma und deren Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen. Solch ein außergewöhnliches Ergebnis ist möglich, wenn Menschen zusammenkommen, die ihre Fähigkeiten und Visionen vereinen. Der Satz unseres Vermieters „alles ist möglich und für alles gibt es eine Lösung“ war nicht nur eine ständig wiederholte Phrase, sondern gelebte Wirklichkeit.

18 Kilometer Regale

So reibungslos die Bau- und Sanierungsphase verlief, so geräuschvoll vollzog sich der Umzug der Bibliotheksbestände. Ein Bibliotheksumzug mit 18 Kilometern an Zeitschriftenbeständen und etwa acht Kilometern an Regalen, der Erwerb von weiteren zehn Kilometern an neuen Regalen kann man sich zunächst etwa so wie einen „normalen“ Umzug vorstellen, nur etwas größer, etwas aufwändiger, etwas komplizierter und etwas herausfordernder.

Die Verlagerung der Zeitschriften an sich erforderte eine strenge Einhaltung der Reihenfolge, damit die Bestände ihre Ordnung behielten und auffindbar blieben. Dabei kamen rollende Bücherwagen zum Einsatz. Diese speziellen Wagen wurden durchnummeriert, systematisch befüllt und in festgelegter Reihenfolge auf LKWs geladen, damit beim Auspacken jedes Buch den ihm zugewiesenen Standort bekam. Eine zusätzliche Herausforderung bei den ZB MED-Beständen lag in der Zusammenführung der Bestände am neuen Standort. Zeitschriftentitel, die zuvor nach Jahrgängen getrennt in unterschiedlichen Magazinen untergebracht waren, sollten nun zusammen aufgestellt werden. Eine nicht zu unterschätzende logistische Leistung!

Ordnung ist nur die halbe Miete

Ein Bibliotheksumzug in der Größe bedeutet viel Vorarbeit, viel Vorplanung, viele Termine, viele Abstimmungen, viele Entscheidungen und ein permanentes Nachjustieren der Abläufe, der Pläne, der Abstimmungen.

Am Tiefpunkt wähnt man sich, wenn mehrere Aufzüge der Reihe nach ausfallen und Ersatzteile zeitaufwändig zu beschaffen sind. Wenn man lernen muss, dass Aufzüge ein Eigenleben haben und mit der Zeit verlernen, das zulässige Gewicht zu befördern, weil sie es nie mussten und sich daher auf ein niedrigeres Gewicht „eingestellt“ haben.

Doch eins habe ich gelernt: Es gibt für alles eine Lösung. Also Umplanen, neue Möglichkeiten ausloten und ausprobieren, Aus- oder Umwege suchen und finden, um alles voranzutreiben und zu einem guten Ende zu bringen.

Am 24. Oktober 2023 waren die neuen Scanner aufgestellt, die Büros eingerichtet und die ersten Aufsatzlieferungen konnten verschickt werden. Am 23. November 2023 stand schließlich auch die letzte Zeitschrift an ihrem neuen Standort. ZB MED ist angekommen in Königwinter!

Foto von Gabriele Wollnik-Korn
Gabriele Wollnik-Korn, bei ZB MED zuständig für Umbau, Umzug und alles, was damit verbunden ist. (Bildrechte: ZB MED / Eric Lichtenscheidt)

„Die Bau- und Sanierungsphase und der Umzug der Bibliotheksbestände wurden für mich zur spannendsten, herausforderndsten, abwechslungsreichsten und an Vielfalt kaum zu toppenden Projektzeit. Ich habe täglich unfassbar viel gelernt, viel gearbeitet, mit unterschiedlichsten Firmen und Berufsgruppen und Menschen zusammengearbeitet, bereichernde Gespräche geführt und trotz vieler Arbeit viel gelacht. Jeder einzelne Tag war eine neue Herausforderung, die es zu meistern galt. Ein Umfeld, insbesondere in der Bau- und Sanierungsphase, in dem sich alle aufeinander eingelassen und sich aufeinander verlassen haben, wo Wertschätzung gelebt wurde, unterschiedliche Standpunkte vertreten und kontrovers diskutiert werden konnten, die Betrachtung des Gegenüber nachvollziehbar waren und berücksichtigt wurden, kann nur beflügeln. Denn am Ende gibt es dann für alles eine Lösung. Danke für diese großartige Erfahrung, Danke für diese Zeit. Danke an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!“

DIM.RUHR

Datenkompetenzzentrum für die interprofessionelle Gesundheitsdatennutzung in der Metropole Ruhr

Universität Witten/Herdecke (Koordination), Ruhr-Universität Bochum, ORCA.nrw, Hochschule für Gesundheit Bochum, Hochschule Niederrhein, Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik
Im Gesundheitswesen entstehen zunehmend größere Datenmengen. Das Projekt plant, die interprofessionelle Datenkompetenz in der ambulanten Versorgung zu stärken und deren Daten für die Forschung nutzbar zu machen.
DIGITALES ERBE

Digitales Erbe

Eine zentrale Aufgabe wissenschaftlicher Bibliotheken ist es, Informationen und Forschungsdaten digital zu erschließen, sie für die Wissenschaft zugänglich und nachnutzbar zu machen sowie digitale Daten langfristig zu sichern.
06.12.2023
NACHGEFRAGT

Das neue NACHGEFRAGT-Video geht der Frage nach, wie man Schätze für die Wissenschaft sichern kann. Elke Roesner spricht mit zwei Expert:innen: Ulrich Ch. Blortz, Leiter der Retrodigitalisierung, und Dr. Katharina Markus, Leiterin der Digitalen Langzeitarchivierung.

06.12.2023
ZB MED ERKLÄRT – (Boutique-)Retrodigitalisierung

Im Video ZB MED ERKLÄRT gibt Ulrich Ch. Blortz einen komprimierten Einblick in die Arbeit der Retrodigitalisierung und zeigt auf, was insbesondere die sogenannte Boutique-Retrodigitalisierung ausmacht.

06.12.2023
ZB MED ERKLÄRT – Digitale Langzeitarchivierung

Dr. Katharina Markus macht in 1 Minute und 11 Sekunden deutlich, warum digitale Daten geschützt werden müssen, um der Forschung langfristig zur Verfügung zu stehen.

12.12.2023
DARUM ZB MED – Digitale Langzeitarchivierung

Die neue Seite auf DARUM ZB MED! beantwortet Fragen rund um die digitale Langzeitarchivierung: Warum sind digitale Daten in Gefahr? Was kann die digitale Langzeitarchivierung dagegen tun? Und was hat das mit der ersten Mondlandung zu tun?

Bildrechte: ZB MED / Petra Kneib

MAK Collection von 1972 bis 2019 als Zweitveröffentlichung bei PUBLISSO

Neben den aktuellen Ausgaben komplettieren nun frei verfügbare Zweitveröffentlichungen der älteren Ausgaben das Angebot. Alle Veröffentlichungen der MAK- und- BAT-Werte-Liste von 1972 bis 2019 sind online im PUBLISSO – Fachrepositorium Lebenswissenschaften verfügbar.
Franck Vazquez (Director of Partnerships of Frontiers) und Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann (Wiss. Direktor ZB MED) unterzeichnen das Konsortialabkommen.
Bildrechte: ZB MED / Petra Kneib

Gold OA-Publikationskonsortium

ZB MED und Frontiers schließen einen Vertrag für ein nationales Open-Access-Konsortium ab, das auch ein Flat-Fee-Modell enthält.
Keyvisual Fernzugriff

Digitale Bibliothek für die Lebenswissenschaften

ZB MED hat den Fernzugriff noch einmal deutlich erweitert und den Zugang erleichtert. Das Angebot umfasst jetzt über 20.000 E-Books und E-Journals aus Medizin & Ernährung, Gesundheit & Pflege, Umwelt- & Agrarwissenschaften – exklusiv und kostenfrei.
Open Science

Seit 20 Jahren auf dem Goldenen Weg: German Medical Science

GMS Keyvisual Pusteblume auf blauem Hintergrund

Das Open-Access-Portal German Medical Science zelebrierte sein Jubiläum am 14. Dezember mit einem Symposium zum wissenschaftlichen Schreiben mit KI und ChatGPT. Die Vorträge gingen der Frage nach, warum uns AI zu natürlicher Intelligenz zwingt, warfen einen Blick auf die rechtliche Seite von generativer KI oder gaben Praxistipps für die Literaturrecherche mit KI-Tools. Die abschließende Präsentation demonstrierte das brandneue ChatGMS – mit einem Satire-Beitrag. Bevor bei einem Sektempfang gefeiert wurde, ließ Prof. Dr. Ursula Arning, bei ZB MED verantwortlich für Open Science, 20 Jahre GMS Revue passieren.

Vision und Gründung von GMS

German Medical Science – kurz GMS – ist ein Pionier des Open-Access-Publizierens. Bereits 2003, dem Jahr der Berliner Erklärung zu Open Access, erkannte ZB MED als Zentrale Fachbibliothek die Notwendigkeit, Chance und Herausforderung, Informationsversorgung nicht nur im Print wahrzunehmen, sondern auch elektronisch und Open Access bereit zu stellen. Auch wenn der Aufbau einer Publikationsplattform viele Ressourcen in Anspruch nimmt, verstand man damals schon, dass dadurch nicht nur eine Publikationsmöglichkeit geschaffen wird, sondern auch der digitale Content der Bibliothek weiter und kostenfrei aufgebaut wird. ZB MED übernahm dadurch eine Doppelrolle: Zum einen blieb die Bibliothek weiterhin Informationsversorger, zum anderen ermöglichte sie es den Forschenden der lebenswissenschaftlichen Disziplinen, ihre Forschungserkenntnisse direkt im Open Access zu publizieren.

Der Zusammenschluss von ZB MED mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und dem damaligen Deutschen Institut für Dokumentation und Information (DIMDI) – inzwischen aufgegangen im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – sowie die Förderungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) machten den Aufbau des interdisziplinären Publikationsportals German Medical Science (GMS) möglich.

Qualitätssicherung und Open-Access-Prinzipien

Die enge Zusammenarbeit mit den Herausgebenden sicherte von Beginn an die wissenschaftsgeleitete Ausrichtung der Plattform. Die Einhaltung der Open-Access-Prinzipien – weltweiter freier Zugang, Verbleib der Nutzungsrechte bei den Autor:innen und die Qualitätssicherung durch einen Peer-Review-Prozess – war die selbstverständliche Voraussetzung.

Seit 2003 publiziert GMS 15 regelmäßig erscheinende Zeitschriften und jährlich über 30 Kongresse mit den dazugehörigen Abstracts. Die drei Zeitschriften GMS Hygiene and Infection Control, GMS Interdisciplinary Plastic and Reconstructive Surgery DGPW und GMS Journal for Medical Education haben pünktlich zum Jubiläum einen Journal Impact Factor bekommen. Andere sind in Scopus sowie weiteren einschlägigen Datenbanken geführt. Alle sind im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet und dort teilweise auch mit einem DOAJ Seal für gute Open-Access-Publikationspraxis ausgezeichnet.

GMS war von Anfang an komplett Gold Open Access, überwiegend sogar Diamond – auch wenn es den Begriff damals noch gar nicht gab. Diamond bedeutet für GMS, dass die Kosten für die Publikationen von den drei Einrichtungen sowie den Fachgesellschaften getragen werden, die hinter den jeweiligen Journalen stehen und nicht von den Publizierenden. Nur einzelne der Fachgesellschaften erheben von den Auto:innen Publikationsgebühren. 

Erweiterung und Entwicklung

Im Jahr 2015 wurde das GMS-Publikationsportal, bis dato ausschließlich auf die Medizin ausgerichtet, auch für lebenswissenschaftliche Forschung und weitere Publikationsformate im Rahmen der PUBLISSO – Publikationsplattform Gold geöffnet. Dort können nun sogenannte Living Handbooks veröffentlicht werden: wissenschaftliche Handbücher, die sukzessive kapitelweise, jeweils mit einem eigenen Persistenten Identifier (DOI), veröffentlicht werden. Auch ist es möglich, die zugehörigen Forschungsdaten im ZB MED-eigenen PUBLISSO – Fachrepositorium Lebenswissenschaften abzulegen und diese mit der Textpublikation zu verlinken, so dass beide Veröffentlichungen aufeinander verweisen und so zu einer größeren Sichtbarkeit beitragen.

2019 wurden die Publikationstypen bei der PUBLISSO – Publikationsplattform Gold auf Schriftenreihen erweitert. Mit The MAK Collection for Occupational Health and Safety (MAK Collection) wird der Gedanke des scholar-led Publishing bei PUBLISSO noch enger geführt. Die Plattform wird durch gemeinsame Planung und stete Absprachen entsprechend den spezifischen Anforderungen der Herausgeber:innen weiterentwickelt. Diese Entwicklungen kommen der gesamten Plattform im Sinne von Open Source zu Gute. Für die MAK Collection wurden beispielsweise klar definierte Formatvorlagen entwickelt, um neue Publikationswege von Word über XML in PDF und HTLM zu ermöglichen. Dies dient sowohl der Vermeidung von Fehlern bei der Formatumwandlung von HTML zu PDF als auch dem maschinenlesbaren Publizieren. Zudem erlaubt es Text- und Datamining. Dabei entsprechen die Publikationen den gesetzlich verpflichtenden Regeln für Barrierefreiheit.

Ausblick in die Zukunft von GMS

Wie beeinflusst nun aber KI den wissenschaftlichen Publikationsprozess? Beim Open Science Festival organisierte GMS einen Workshop über Standards der Qualitätssicherung für Open Access. Die Ergebnisse, die im Austausch mit Expert:innen entstanden sind, fließen in den weiteren Ausbau der Plattform ein. Sie wurden im PUBLISSO – Fachrepositorium Lebenswissenschaften veröffentlicht.

Die Herausgebenden, die sich am Folgetag der Jubiläumsfeier trafen, diskutierten ebenfalls die Anforderungen an eine Publikationsplattform, formulierten den aktuellen Bedarf und auch die Herausforderungen z.B. beim Review- und Rechercheprozess. Eins war völlig unstrittig: das klare Bekenntnis zu Open Access und dem Diamond-Publikationsmodell von GMS.

Die Videos vom Symposium zur Zukunft des wissenschaftlichen Schreibens:

Der Programmbereich
Open Science

Open-Access-Publizieren und die dazugehörigen qualitätsgesicherten, innovativen Publikationsplattformen für Zeitschriften, Bücher, Serien und Kongresspublikationen, dazu digitale Langzeitarchivierung, Forschungsdatenmanagement und die Beratung rund ums Open-Access-Publizieren – das ist die Bandbreite des Programmbereichs Open Science.

Projekte

Drittelmittelprojekte und Dienstleistung MAK Collection

15.11.2023 – 14.11.2026

DIM.RUHR

Datenkompetenzzentrum für die interprofessionelle Gesundheitsdatennutzung in der Metropole Ruhr

01.12.2022 – 30.04.2024

DOV-QuaPub

DINI-OAI-Validator – Qualitätssicherung von Publikationsplattformen

01.07.2018 – 31.03.2024

EmiMin

Emissionsminderung Nutztierhaltung – Einzelmaßnahmen

01.04.2023 – 31.03.2028

FAIRagro

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Agrosystemforschung

01.07.2019 – 30.06.2025

MAK Collection

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

01.10.2020 – 30.09.2025

NFDI4Health

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten

01.10.2021 – 30.09.2026

NFDI4Microbiota

Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Mikrobiota-Forschung

01.02.2021 – 30.11.2023

OAPEnz

Open-Access-Publikation von enzyklopädischen Handbüchern

ZB MED in Zahlen

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